08.04.2020

Wemf Mach Basic

Diese Zeitungen legen zu, diese verlieren

Zehn Prozent weniger Printleser bei 20 Minuten und NZZ: Noch stärker ist der Reichweitenschwund beim gedruckten SonntagsBlick. Ein kräftiges Plus gibt es bei Migusto und Reportagen. Die Leserschaftszahlen in interaktiven Charts.
Wemf Mach Basic: Diese Zeitungen legen zu, diese verlieren
Alle Sonntagstitel verlieren Reichweite – allen voran der SonntagsBlick. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)
von Michèle Widmer

Die gedruckten Ausgaben von Zeitungen und Magazinen werden weniger gelesen. Diesen langjährigen Trend bestätigt auch die aktuelle Leserschaftsstudie der Wemf. Für die Frühjahrszahlen hat die Wemf AG für Werbemedienforschung im Zeitraum von September 2017 bis im gleichen Monat im 2019 insgesamt 35’099 Personen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein befragt.

20 Minuten bleibt mit einer Reichweite von über 1,2 Millionen in der Deutschschweiz die mit Abstand am meisten gelesene Zeitung. Dennoch erreicht das Gratisblatt innert einem Jahr zehn Prozent weniger Leserinnen und Leser. Gleichviel Reichweitenverlust muss die Neue Zürcher Zeitung hinnehmen. Die Bezahlzeitung wird laut der Studie noch von 223’000 Menschen gelesen. Das Boulevardblatt Blick hat eine Reichweite von 411’000, vor einem Jahr waren es noch 441’000 (-7 Prozent). Knapp auf dem Vorjahresniveau halten kann sich in diesem Jahr der Tages-Anzeiger mit 361’000 Leserinnen und Lesern. Mehrere Titel sind aus verschiedenen Gründen nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar – darunter Nordwestschweiz, Südostschweiz oder die Basler Zeitung.

Wie sich die Reichweitenzahlen der anderen Zeitungen sowie der Sonntagspresse verändert haben, zeigen die nachfolgenden beiden interaktiven Grafiken:








Mit Abstand die reichweitenstärksten Titel bei den Magazinen sind Coopzeitung (2,4 Millionen Leserinnen und Leser) und Migros-Magazin (2,3 Millionen Leserinnen und Leser). Beide erreichen mit ihren gedruckten Ausgaben im Vergleich zur Vorjahresstudie weniger Menschen. Der Grossteil der Zeitschriften wird auf Papier weniger gelesen. Die Ausnahme sind K-Tipp, WOZ, Reportagen und Migusto, die alle ein Reichweitenplus von über zehn Prozent aufweisen.

Einen Überblick finden Sie hier:




 

Die Wemf liefert mit der Mach Basic zweimal im Jahr Daten über die Leserschaft von Zeitungen und Zeitschriften. Bei dem Jahresvergleich der Reichweiten ist anzumerken: Nur bei einigen Titeln sind die Veränderungen signifikant und können über den statistischen Fehlerbereich hinaus festgehalten werden. Diese Titel sind in den Grafiken fett markiert.

Um der digitalen Transformation in der Branche Rechnung zu tragen, publiziert die Wemf seit Herbst 2015 nebst der Reichweitenstudie Mach Basic zusätzlich die Studie Total Audience. Sie ermöglicht die Gesamtbetrachtung von Medienmarken, in dem sie Auskunft über die Reichweiten von Pressetiteln, Webangebot und Doppelnutzern gibt. Einen Überblick über die aktuellen Ergebnisse der Medienbrands NZZ, Beobachter oder 20 Minuten finden Sie hier.




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