25.10.2020

Wegen Corona

Kurzarbeit ist noch teils ein Thema

Viele Medienhäuser haben auf den Lockdown im März mit Kurzarbeit reagiert. Wie sieht die aktuelle Situation aus? persoenlich.com zeigt auf, welche Medienhäuser noch immer teilweise in Kurzarbeit sind und wo diesbezüglich wieder Normalität herrscht.
Wegen Corona: Kurzarbeit ist noch teils ein Thema
Wer auf Kurzarbeit ist, muss die Arbeitszeit genau erfassen. (Bild: Pixabay, Collage: cbe)
von Christian Beck

Aufgrund der nach wie vor unsicheren konjunkturellen Lage, insbesondere im Werbemarkt, hat Tamedia die Kurzarbeit in einigen Bereichen – rund 20 Prozent – bis vorerst Ende November 2020 verlängert, «wobei eine laufende Neubeurteilung erfolgt, mit dem Ziel, so rasch wie möglich wieder in den Normalbetrieb zurückkehren zu können», so Tamedia-Sprecherin Nicole Bänninger auf Anfrage von persoenlich.com. Alle Mitarbeitenden in Kurzarbeit würden weiterhin den vollen Lohnausgleich durch das Unternehmen erhalten.

Auch 20 Minuten hat bis Ende November Kurzarbeit beantragt. «Derzeit wird rund 20 Prozent Kurzarbeit geleistet, wobei 20 Minuten den Lohn auf 100 Prozent ausgleicht», sagt Sprecherin Eliane Loum-Gräser. «Wir werden die Situation im Laufe des Novembers neu beurteilen und dann entscheiden, ob zum Normalbetrieb zurückkehren können – was wir uns selbstverständlich wünschen – oder ob wir einen Antrag auf Verlängerung der Kurzarbeit stellen müssen.» Dies sei stark abhängig von der weiteren Entwicklung des Werbemarkts.

«Die bei uns seit März geltende Covid-Kurzarbeitsregelung wurde per Ende August beendet», so Alena Kress von CH Media. Punktuell könne es jedoch nach wie vor Bereiche oder Firmen geben, wo Kurzarbeit beantragt werde.

Bei Ringier gibt es keine Kurzarbeit mehr. Ausnahme ist laut Sprecherin Johanna Walser lediglich der Catering-Bereich – ein «sehr, sehr kleiner einstelliger Prozentanteil». Bei der Blick-Gruppe habe es zu keinem Zeitpunkt Kurzarbeit gegeben. Auch bei Ringier Axel Springer Schweiz gibt es keine Kurzarbeit mehr.

Die SRG hatte für die Monate April bis Juni Kurzarbeit beantragt und bewilligt bekommen für bestimmte Bereiche der Produktion in den drei grossen Sprachregionen, begründet durch die praktische Stilllegung der Aussenproduktionen, insbesondere in Sport und Kultur.

«Derzeit arbeitet niemand bei der NZZ-Mediengruppe in Kurzarbeit», so Sprecherin Karin Heim. Die Kurzarbeit sei per Ende Juni aufgehoben worden.

Seit Juli bezieht Livesystems beziehungsweise Nau.ch keine Kurzarbeitsentschädigung mehr. «Kurzarbeit wird erst ein Thema, wenn wir wirtschaftlich erneut ausgebremst werden, was wir alle derzeit nicht hoffen», so die Kommunikationsleiterin Nina Meyer.

Noch nie Kurzarbeit beantragt hatte die Republik. «Wir hatten bis anhin keine Corona-bedingten Einbussen bei den Einnahmen und somit auch keine Kurzarbeit», sagt Geschäftsführerin Miriam Walther.



Wie die Verlage die Homeoffice- und Gesichtsmasken-Regelungen handhaben, lesen Sie hier.



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