13.02.2020

SRG

Multimediale Rechercheredaktion gekippt

Die SRG stoppt den Aufbau einer überregionalen Themenredaktion in der Hauptstadt. Das Projekt sei eine Gegenmassnahme gewesen, um brüskierte Politiker zu besänftigen, schreibt Tamedia.
SRG: Multimediale Rechercheredaktion gekippt
Eine Garderobe aus Mikrofonen im SRF Radiostudio in Bern im Jahr 2018. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand kündigte im Herbst 2018 im SonntagsBlick den Aufbau einer überregionalen, multilingualen Redaktion mit Kollegen von RTR, RSI, RTS und SRF an. «Die Finanzierung für den vorgesehenen Testbetrieb von drei Jahren konnte nicht sichergestellt werden», sagt SRG-Sprecher Edi Estermann gegenüber Tamedia. Der geplante Zusammenzug von rund einem Dutzend Journalisten aus den Unternehmenseinheiten sei darum gestoppt worden. Das Projekt bleibe aber pendent. 

Die Leitung des Teams hätte der aktuelle SRF-Westschweiz-Korrespondent Marc Meschenmoser übernehmen sollen. Nun verlässt er das Leutschenbach und leitet die neugeschaffene Rechercheredaktion von K-Tipp, Saldo und K-Geld (persoenlich.com berichtete).

Laut Tamedia hatten die Pläne der SRG einen weiteren Zweck. Das Projekt sei eine Gegenmassnahme, um die durch den angekündigten Umzug des SRF-Radiostudiosn von Bern nach Zürich brüskierten Politiker zu besänftigen. 

Wie Tamedia zudem schreibt, will das Westschweizer Fernsehen mehrere Mitarbeiter in die frühzeitige Pension schicken. 15 Journalisten seien diesbezüglich zu einem Gespräch ins Personalbüro geladen worden. «Für mehrere betroffene Kollegen ist dies eine abrupte Nachricht, die das Ende ihrer beruflichen Laufbahn vorwegnimmt», habe RTS-Direktor Pascal Crittin in einer E-Mail dazu geschrieben. (wid)





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