28.05.2020

Frutigländer Medien

Sechs Kündigungen wegen der Coronakrise

Die Regionalzeitung Frutigländer wird per Ende Juni eingestellt – «wegen drastischer Umsatzeinbussen».

Die Zeitung Der Frutigländer wird Ende Juni eingestellt. Das Blatt sei ein Opfer der Coronakrise geworden, teilte die Frutigländer Medien AG am Donnerstag auf ihrer Website mit. Der Umsatz sei drastisch eingebrochen. Dem sechsköpfigen Redaktionsteam und den Verlagsangestellten sei unter Einhaltung der gültigen Fristen gekündigt worden, heisst es im Artikel.

«Zwar steht die Frutigländer Medien AG im Moment noch auf einem ordentlichen finanziellen Fundament», erklärte Verleger und Verwaltungsratspräsident Bernhard Egger. «Mit Blick auf den Einbruch im Inserategeschäft können wir es aber nicht verantworten, die Zeitung weiter herauszugeben. Zu unsicher sind die Prognosen über die Entwicklung im Inseratemarkt.»

Der Frutigländer erschien erstmals im Dezember 2005. Zweimal wöchentlich wurden gut 4000 Exemplare gedruckt. Nach Angaben des Verlags war das Blatt «eine der wenigen Schweizer Zeitungen mit stabiler und zuletzt sogar leicht wachsender Auflage».

Gesichert ist das Erscheinen des Frutiger Anzeigers. Ab Juli wird er wieder von der Egger AG als Vertragspartnerin der Gemeinden Adelboden, Aeschi, Frutigen, Kandersteg, Kandergrund und Reichenbach herausgegeben.

Erst Anfang April wurde bekannt, dass Martin Hasler als Nachfolger von Bernhard Egger die Arbeit als Verlagsleiter bei der Frutigländer Medien aufgenommen habe. (sda/cbe)



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