18.08.2020

Coopzeitung Weekend

«Wir wollen inspirieren und unterhalten»

Warum spannt Coop noch stärker mit 20 Minuten zusammen? Und wie sollen die Jungen angesprochen werden? Silvan Grütter, Chefredaktor der Coopzeitung, erklärt die HIntergründe der Zusammenarbeit.
Coopzeitung Weekend: «Wir wollen inspirieren und unterhalten»
Silvan Grütter ist seit 2017 Chefredaktor der Coopzeitung. (Bild: Coopzeitung.ch/zVg.)
von Matthias Ackeret

Herr Grütter, neu erscheint am Freitag jeweils in 20 Minuten die «Coopzeitung Weekend». Wer ist für den redaktionellen Inhalt verantwortlich?
Organisatorisch ist die «Coopzeitung Weekend» bei den drei Sprachausgaben der Coopzeitung angesiedelt. Im redaktionellen Alltag schmeisst aber eine siebenköpfige Crew um Redaktionsleiterin Julia Gohl den Laden. 

Wird dies jetzt ein Corporate-Publishing-Produkt für Coop oder eine journalistisch unabhängige Zeitung?
Es wird eine frische, fröhliche und nützliche Zeitung für Junge und Junggebliebene. Wir liefern Ideen und Unterhaltung für die schönsten Tage der Woche und werden die Artikel immer dann mit Coop verknüpfen, wenn es den Leserinnen und Lesern nützt und wirklich Sinn macht. Alles andere würde schnell durchschaut werden.

Sie sind die treibende Kraft hinter der «Coopzeitung Weekend». Wie entstand das Projekt?
Wir waren schon längere Zeit daran, über die nächsten grossen Schritte für die Coopzeitung nachzudenken, sogar das Thema Wochenendzeitung lag schon mal auf dem Tisch. Mit meiner Idee eines Spin-offs der «Coopzeitung» und der Kooperation mit 20 Minuten war es, wie es bei guten Ideen oft der Fall ist: Sie war plötzlich einfach da. Ende letzten Jahres skizzierte ich die Idee in einer dreizeiligen E-Mail meinem Chef und dank einer grossartigen Teamleistung erscheint am kommenden Freitag die erste Ausgabe der «Coopzeitung Weekend».

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Wie waren die Reaktionen in den beiden Häusern?
Im Frühling fanden erste Sondierungsgespräche mit der Herausgeberin von 20 Minuten statt. Unsere Idee war damals, eine eigene Weekend-Zeitung über die Boxen von 20 Minuten zu verteilen. 20-Minuten-Geschäftsführer Marcel Kohler brachte dann die Idee der «Zeitung in der Zeitung» ins Spiel und dann ging es Schlag auf Schlag: Wir realisierten eine Nullnummer, erstellten Business-Pläne und kurz vor den Sommerferien wurden die finalen Verträge unterzeichnet. Das Gute ist, dass Coop und 20 Minuten schon lange erfolgreich zusammenarbeiten. Das Vertrauen war schon da und deshalb hatte es auch bei diesem Projekt schnell gefunkt.

Was bedeutet dies für die Coopzeitung, die auch wöchentlich erscheint? Ist dies eine Konkurrenz aus dem eigenen Haus?
Überhaupt nicht. «Coopzeitung Weekend» ergänzt die Coopzeitung ideal: Die Coopzeitung erscheint am Wochenanfang, die «Coopzeitung Weekend» am Freitag. Die eine Zeitung richtet sich an junge Pendlerinnen und Pendler, die andere an Familien und Haushalte. Und wie das in guten Familien so ist, stehen die Familienmitglieder nicht in Konkurrenz. Aber der Nachwuchs darf schon ein bisschen frischen Wind in die Familie bringen ... 

Hat es in der «Coopzeitung Weekend» ausschliesslich Coop-Werbung?
Nein. Wir können auch Drittkunden attraktive Angebote unterbreiten.

Sie sprechen mit Ihrem Produkt eine junge Zielgruppe an. Wo liegt der redaktionelle Schwerpunkt?
Wir richten uns an alle, für die das Wochenende die besten Tage der Woche sind. Wir wollen inspirieren und unterhalten und Tipps und Tricks für das perfekte Weekend liefern: Rezepte für das ideale Katerfrühstück, Infos zu Filmen und Serien oder auch eine Anleitung für das perfekte Date am Wochenende.

Wieviel Leute arbeiten an «Coopzeitung Weekend»?
Redaktionell bestreiten wir die 16 Seiten mit sieben Redaktorinnen und Redaktoren, die wir alle aus den drei bestehenden Sprachausgaben der Coopzeitung rekrutierten; wir sind also eine der wenigen wirklich dreisprachigen Redaktionsstuben der Schweiz.

Haben Sie bestimmte Vorgaben von Coop und 20 Minuten?
Nur eine, die wir uns selber auferlegt haben: Wir müssen richtig gut sein! Nur die Zeitung, die auch gelesen wird, ist eine erfolgreiche Zeitung. Und klar: Die Zeitung muss zu Coop passen.

Ist das Projekt an einen zeitlichen Rahmen gebunden?
Wir planen langfristig, und dementsprechend sind auch die Verträge zwischen Coop und 20 Minuten ausgelegt. 

Was ist der Aufmacher der ersten Ausgabe?
Weil es quasi auch der erste Flirt mit unseren Leserinnen und Lesern ist, wird es unter anderem auch um das perfekte erste Date gehen. Love is in the Air.



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