28.09.2021

BrinkertLück Creatives

«Wichtig war ein plakativer Auftritt, der auffällt»

Die neue Agentur von Dennis Lück, BrinkertLück Creatives, hat die Wahlkampagne für den SPD-Kandidaten Olaf Scholz gestaltet. Zusammen mit seinem Partner Raphael Brinkert spricht der langjährige JvM-Limmat-Kreativchef über den Wahlsieg in Deutschland und ihren Beitrag.
BrinkertLück Creatives: «Wichtig war ein plakativer Auftritt, der auffällt»
«Scholz packt das an» lautet der Slogan für die SPD im Wahlkampf. Er stammt von den beiden Werbern Dennis Lück und Raphael Brinkert. (Bilder: zVg)
von Matthias Ackeret

Raphael Brinkert, Dennis Lück, herzliche Gratulation, Sie haben mit Ihrer Kampagne Olaf Scholz zum Wahlsieger gemacht. Wie haben Sie den Sonntagabend erlebt?
Dennis Lück: Die SPD-Teams waren beim Kunden vor Ort im Willy-Brandt-Haus in Berlin und im Mojo-Club in Hamburg, während die anderen aus den Wohnzimmern heraus alle Daumen gedrückt haben. Es war ein toller Abend. Das Ergebnis bestätigt die hervorragende Zusammenarbeit.

Hatten Sie bereits Kontakt mit Herrn Scholz? Wie ist die Stimmung?
Raphael Brinkert: Ja, selbstverständlich. Die Stimmung ist natürlich sehr gut. Mit diesem Erfolg hätte man vor vier Monaten in der Art noch nicht gerechnet. Aber jetzt gehen die Koalitionsverhandlungen los. Es ist also «nur» ein Etappensieg.

Wie viel Anteil hat Ihre Kampagne am Wahlsieg der SPD?
Brinkert: Laut der SPD-Führung war sie neben dem Kandidaten, einem starken Programm und der Geschlossenheit der Partei einer der zentralen Erfolgsfaktoren.

Was war Ihre Strategie?
Lück: Wir wollten Partei, Programm und Persönlichkeit auf plakative und populäre Art und Weise vereinen. Das ist uns mit einem kreativen wie kraftvollen Auftritt gelungen, der einer klaren Strategie folgt: Scholz packt das an – mit sozialer Politik für dich.

Nun hat man Olaf Scholz immer als Duplikat von Angela Merkel bezeichnet. Muss man dies als Kompliment verstehen – oder eben nicht?
Brinkert: Als Kompliment.

Wie hoch war das Wahlkampfbudget?
Brinkert: Rund 16 Millionen Euro, was 10 Millionen weniger als 2017 waren. Umso wichtiger war ein plakativer Auftritt, der auffällt.

Die SPD hat viele junge Wählerinnen und Wähler der CDU gewinnen können. Lag das auch an Ihrer Kampagne?
Lück: Ehrlich gesagt, haben wir zwar viele junge Wähler von der CDU gewinnen können, aber immer noch zu wenig. Gerade bei den Erstwählern bestehen noch grosse Potenziale, die es in Zukunft zu gewinnen gilt.


Wie ist die Kampagne konkret entstanden? Wie viele Leute haben sich daran beteiligt?
Brinkert: Die Kampagne ist in enger Zusammenarbeit mit Lars Klingbeil und seinem Team sowie den Parteivorsitzenden und Olaf Scholz entstanden. Insgesamt waren bei uns rund 15 Personen an der nationalen Kampagne beteiligt.

Nun geht das Gerangel um das Kanzleramt erst richtig los. Wie kommt es am Ende raus?
Brinkert und Lück (zeitgleich und laut): Olaf Scholz wird Bundeskanzler.



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