30.07.2021

Schweiz Tourimus

43 von 48 Viertausender sind bestiegen

Schlagerstar Beatrice Egli hat ihre Matterhornbesteigung jedoch in letzter Minute absagen müssen.
Schweiz Tourimus: 43 von 48 Viertausender sind bestiegen
Will hoch hinaus: Schlagersängerin Beatrice Egli. (Bild: ST/FlorenceGross)

Alle 48 Viertausender in reinen Frauenseilschaften bis Oktober 2021 besteigen: So das Ziel der «100 % Women Peak Challenge». Die Peak Challenge ist Teil der Kampagne «100 % Women», die Schweiz Tourismus (ST) dieses Jahr am Weltfrauentag initiiert hat (persoenlich.com berichtete). Dies 150 Jahre nach der Matterhornbesteigung durch die erste Frau, der Britin Lucy Walker. ST will mit der Kampagne Frauen aus dem In- und Ausland ermutigen, Neues auszuprobieren – insbesondere in Outdoor-Bereichen, welche vorwiegend noch als Männerdomänen wahrgenommen werden.

43 der höchsten Gipfel der Schweiz sind bestiegen. Jetzt warten noch die anspruchsvolleren Gipfel auf die Frauenseilschaften. Schlagerstar Beatrice Egli wollte diese Woche als erste Frau im Rahmen der Challenge das Matterhorn besteigen und sich damit einen Herzenswunsch erfüllen. «Ich war bereit für das Horu. Gerade als wir unsere Sachen gepackt hatten, kam der Anruf, dass es mehr Niederschlag gegeben habe als erwartet», wird Egli in einer Mitteilung zitiert. «Wir mussten schon einmal wegen der schlechten Bedingungen verschieben, aber davon lasse ich mich nicht abhalten.» Wenn das Wetter mitspielt, wird Beatrice Egli im August die Bergikone doch noch besteigen. «Ich bin sehr ehrgeizig und will immer die höchsten Ziele erreichen», sagte Egli in einem Interview mit dem Branchenmagazin «persönlich».

Über 250 Frauen nahmen bisher an der «100 % Women Peak Challenge» teil. Sie kommen aus allen Schweizer Sprachregionen und, trotz erschwerter Reisebedingungen, auch aus Deutschland, Belgien, Italien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. ST durfte sich zudem über eine prominente Teilnehmerin aus Saudi-Arabien freuen: Raha Moharrak, die als erste saudi-arabische Frau den Mount Everest bestieg, war Mitte Juli im Rahmen der Challenge mit zwei anderen Frauen aus dem Nahen Osten und der Bergführerin Caroline George auf dem 4164 Meter hohen Breithorn. Die Besteigung der Dufourspitze war ebenfalls geplant, musste aber wegen des schlechten Wetters ganz abgesagt werden.

Als Beweis für die erfolgreiche Besteigung posten alle Teilnehmerinnen ein Gipfelselfie, die auf der Peak-Challenge-Seite gesammelt werden. Die Foto-Galerie ist laut Mitteilung «eine Sammlung starker, unternehmungslustiger Frauen mit eindrücklicher Schweizer Bergkulisse, die das gemeinsame Erlebnis noch mehr zusammengeschweisst hat». (pd/cbe)



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Kommentare

  • Rudolf Penzinger, 02.08.2021 08:18 Uhr
    Victor Brunner hat recht: Wenn Werbung und Marketing schlechter sind als das Produkt, das man verkaufen möchte, schaut so etwas heraus.
  • Victor Brunner, 01.08.2021 08:31 Uhr
    Einmal mehr eine unsinnige Kampagne von Schweiz Tourismus. Interessiert doch die wenigsten ob Frau Egli noch das Matterhorn mit Untertützung schafft. Frauen am Berg sind doch mittlerweile Normalfall. ST verschleudert einmal mehr Steuergelder. Das beste wäre die Schweizer Tourismuswerbung in österreichische Hände vergeben, die können gute und innovative Werbung machen für ihr Land, warum nicht auch für die Schweiz. Austriawitz und Empathie für die Schweiz, anstelle von gequälter und inhaltsloser EidgenossenInnenwerbung.
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