16.09.2021

Screen-up 2021

Maskierte gab es nur auf der Bühne

Einlass mit Covid-Zertifikat, dafür Verzicht auf die Hygienemaske: Die 22. Ausgabe des TV-Vermarktungsevents fand wieder physisch statt. Über 40 Sender gaben in Zürich-Oerlikon einen Ausblick auf die Highlights des kommenden Jahres.
Screen-up 2021: Maskierte gab es nur auf der Bühne
Trat als gestiefelter Kater auf: Alexander Duphorn, CEO Goldbach Media (Switzerland). (Bild: Screen-up/David Biedert)
von Christian Beck

Zwei Jahre nach dem 20-Jahr-Jubiläum ist der TV-Vermarktungsevent Screen-up wieder physisch durchgeführt worden. Im letzten Jahr wurden die Programm-Screenings coronabedingt auf einer virtuellen Plattform präsentiert. Nur CH Media veranstaltete 2020 einen eigenen physischen Event (persoenlich.com berichtete).

Am Mittwochmittag trafen in der Halle 622 in Zürich-Oerlikon rund 400 Gäste ein, um sich die TV-Highlights des kommenden Jahres vorstellen zu lassen. 200 weitere sahen sich den Event als Onlinestream an. Anders als in der Vergangenheit musste am Eingang nicht zuerst die Einladung vorgezeigt werden, sondern ein gültiges Covid-Zertifikat und ein Identitätsnachweis. Danach war von den Folgen der Pandemie in der Eventlocation nur noch wenig zu spüren. Das sichtbarste Zeichen: In den Sitzreihen gab es leere Stühle – das war so gewollt, um die Abstände einigermassen einhalten zu können. Vor zwei Jahren waren noch rund 1000 Personen vor Ort – also mehr als doppelt so viele. Und: Hygienemasken trug ausser dem Personal niemand.

«TV ist das sozialste Medium», sagte Alexander Duphorn, CEO Goldbach Media (Switzerland) zur Begrüssung. Man schaue zusammen eine Sendung an und spreche anschliessend darüber. Genau so geschah es auch an der Screen-up, als Goldbach zum Auftakt ihren gewohnt witzigen Einspieler präsentierte. Hauptdarsteller, wie die letzten Jahre auch schon: Alexander Duphorn und Michi Frank, CEO der Goldbach Group.

Im Anschluss an den Einspieler kam Duphorn als gestiefelter Kater verkleidet auf die Bühne. Man war versucht zu glauben, dass es besser nicht mehr werden könne. Doch es ging Schlag auf Schlag weiter – mindestens im ersten Screening-Block. «She got me» ertönte es nun von der Bühne. Sänger Luca Hänni gab live seinen Wettbewerbsbeitrag vom Eurovision Song Contest 2019 zum Besten, um die Screenings der Seven.One Entertainment Group zu eröffnen.

Moderatorin Anna Maier führte durch dieses Screening – sie selber wird auch die nächste Staffel von «The Masked Singer Switzerland» auf ProSieben Schweiz moderieren. Los geht es bereits diesen November. Auf Sat.1 soll mit «All together now» eine Musikshow lanciert werden, die bereits in 14 Ländern erfolgreich läuft.

Dritte Staffel von «Sing meinen Song» kommt

Eines der Highlights der CH-Media-Sender: «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert» geht auf TV24 in die dritte Staffel. Soulsänger Seven lädt im ersten Quartal 2022 erneut Schweizer Künstlerinnen und Künstler nach Gran Canaria ein. Einer davon, Rapper Stress, stellte sich den Anwesenden in der Halle 622 mit einer musikalischen Einlage gleich selber vor.

Weiter auf dem Sofa Platz nehmen werden im kommenden Jahr: Pegasus-Frontman Noah Veraguth, Volksmusikerin Melanie Oesch, Mundartkünstler Dabu Bucher von Dabu Fantastic, Soulsängerin Caroline Chevin und R'n'B-Newcomerin Naomi Lareine. «Wir sind jetzt eine Gang», verriet Stress auf der Bühne. Die Dreharbeiten haben bereits stattgefunden.

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Ein weiteres Highlight: 3+ holt die Kochshow «MasterChef» in die Schweiz. Das war bereits bekannt. An der Screen-up wurde dem Publikum – darunter viele Werbetreibende – die Jury vorgestellt. Dort sitzen der Bündner Spitzenkoch Andreas Caminada, der Zürcher Pop-up-Gastronom Nenad Mlinarevic und die Foodbloggerin Zoe Torinesi.

Moderiert wird das Format von Nik Hartmann, produziert von der ehemaligen «Einstein»-Moderatorin Nicole Ulrich. Ab dem ersten Quartal 2022 erwarten die Zuschauenden auf 3+ zehn Folgen der eingeschweizerten Kochshow.

MasterChefJury 2

Lustig wurde es beim Screening von Blue, als Fussballexperte Gilbert Gress über die Bühne irrte. Moderator Roman Kilchsperger war nur über einen Einspieler zu sehen. Und natürlich ging es um Fussball, Fussball und Fussball.

Live auf der Bühne war dafür Gjon's Tears, ein weiterer Eurovision-Star. Der Westschweizer Musiker eröffnete das Screening der SRG, das von Annette Fetscherin und Arthur Honegger präsentiert wurde. Deren Sender haben neben Evergreens wie «Auf und davon» einige Neuproduktionen am Start. Zudem dürfen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer auf Free-TV-Premieren wie «Platzspitzbaby» oder «Bruno Manser» freuen. Wirkliche Knaller fehlten aber.

Ohrenbetäubend war dafür der Auftritt von Sänger Ritschi mit Band. Sensible Zuschauer hielten sich schon mal die Ohren zu – nicht etwa, weil Ritschis Auftritt schlecht gewesen wäre, sondern weil der Song viel zu laut ausgesteuert wurde.

Es folgten einige weitere Screenings. Unter anderem zeigt RTL mit «Date or Drop» eine neue Datingshow, und Vox präsentiert mit «Princess Charming» zum ersten Mal eine lesbische Datingshow.

Die Veranstalter der Screen-up zeigten sich in einer Mitteilung zufrieden mit dem Anlass. Frank Zelger, CEO Admeira: «Vertrauen und Unterhaltung – das ist TV!»

Auf eine anschliessende Party wurde in diesem Jahr verzichtet. Die Besucherinnen und Besucher liessen den Abend vor der Halle 662 bei Speis und Trank ausklingen.



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