18.10.2000

Freundlicher September für die Schweizer Presse

Das Anzeigenvolumen hat weiter zugenommen. Wesentlich dazu beigetragen haben einmal mehr die Stelleninserate.

Der anhaltende Stellenboom hat dazu geführt, dass das Gesamtvolumen in allen Sprachgebieten und auch in fast allen Titelkategorien klar zugenommen hat, wie der Verband Schweizer Presse am Donnerstag mitteilte. Im kommerziellen Bereich mussten allerdings die mittleren und kleineren Titel der deutschen Schweiz sowie die grossen Titel der Westschweiz Einbussen hinnehmen. Kompensiert wurden diese Einbussen aber durch ein anhaltendes Wachstum bei den farbigen (speziell vierfarbigen) Anzeigen deren Zahl gegenüber dem September 1999 um rund einen Viertel zugenommen hat. In der Zusammenfassung der ersten drei Quartale des laufenden Jahres ergibt sich das genau gleiche Bild wie im September: eine durchwegs positive Entwicklung mit Ausnahme der kommerziellen Anzeigen bei den grossen Tageszeitungen der Westschweiz und bei den mittleren und kleinen Zeitungen der Deutschschweiz. Auch die Zahl der Vierfarbanzeigen hat in den ersten neun Monaten im ähnlichen Rahmen zugenommen wie im September.

Mit zweistelligen Zuwachsraten glänzen die Wochenzeitungen – sowohl im September als auch aufkumuliert. Während die Entwicklung in der deutschen Schweiz stark von den Stelleninseraten geprägt ist, spielt dieses Segment in den beiden andern Sprachregionen nach wie vor kaum eine Rolle. Vergleichsweise bescheiden ist das Wachstum im September bei den Zeitschriften ausgefallen. Hatte es im August mit 20,4 Prozent noch einen Rekordwert erreicht, lag es im September bei nur 2,0 Prozent. Aufkumuliert liegt der Zuwachs jetzt noch bei 5,1 Prozent. Dabei verläuft die Entwicklung in den drei Sprachgebieten sehr unterschiedlich. Während das Volumen im Tessin bis Ende September um 23,0 Prozent gewachsen ist, lag das Plus in der Westschweiz bei bescheidenen 1,4 Prozent. Auch der Trend zu mehrfarbigen Anzeigen ist in der Westschweiz mit einem 6,5 Prozent deutlich tiefer als in der deutschen (+12,8 Prozent) und italienischen (+30,2 Prozent) Schweiz.



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