30.10.2000

Zeitungsfusion im Thurgau

Ab Januar 2001 noch eine statt sechs Zeitungen.

Die Presselandschaft im Thurgau verändert sich: Ab dem 3. Januar 2001 wird kantonsweit die Neue Thurgauer Zeitung erscheinen. Sie wird gleich sechs Zeitungstitel ersetzen. Betroffen von der Zusammenarbeit sind die Thurgauer Zeitung, der Thurgauer Volksfreund, das Thurgauer Tagblatt und die Thurgauer Volkszeitung sowie die Bischofszeller Zeitung und die Bischofszeller Nachrichten. Kummuliert kommen die Blätter auf eine Auflage von gut 50'000. Wie die Verlage der sechs Titel am Samstag mitteilten, wollen sie in der "Thurgauer Medien AG" zusammen spannen. Unter dem Dach dieser Gesellschaft sollen die einzelnen Aktiengesellschaften erhalten bleiben.

Bisher erscheinen im Verlag Huber &Co AG die Thurgauer Zeitung und die Bischofszeller Zeitung mit einer Gesamtauflage von knapp 32'000 Exemplaren. Der Thurgauer Volksfreund aus Kreuzlingen, das Thurgauer Tagblatt aus Weinfelden und die Thurgauer Volkszeitung aus Frauenfeld kommen auf 18'200 Exemplare. Diese drei Zeitungen werden zwar von drei verschiedenen Verlagen - der Bodan AG, der Thurgauer Tagblatt AG und der Thur Sruck AG - herausgegeben. Sie werden aber massgeblich vom Verleger Paul Ruckstuhl bestimmt. Die Blätter erscheinen seit Jahren im Kopfblattsystem. Nur die Regionalteile sind unterschiedlich.

Die grosse Konkurrenz, der sich jetzt zusammen schliessenden Blätter ist das Bodensee Tagblatt (BT) als Kopfblatt des St. Galler Tagblatts. Das BT hat seinen Verteilungsschwerpunkt im Oberthurgau, hat aber kürzliche ein Redaktionsbüro in Frauenfeld eingerichtet. Bereits als das St. Galler Tagblatt die Schweizerische Bodensee-Zeitung übernahm, wurden von der Huber AG Gespräche mit den im Kanton "Ruckstuhl-Blätter" genannten anderen Zeitungen bestätigt. Dass sich der Zusammenschluss auch gegen den ausserkantonalen Tagblatt-Verlag richtet, macht die Aussage der Verlage vom Samstag klar: Durch den Zusammenschluss "soll auch für den Thurgau weiterhin eine eigene selbstständige Zeitung garantiert werden".



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